AGB

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die Lieferung von Waren, die zwischen

Sefer Mert Kasbulat – Denkendorfer Beschattungen
Max-Eyth-Straße 8
71254 Ditzingen-Hirschlanden
Deutschland
Telefon: +49 15511 490115
E-Mail: info@rollladen-werk.de

– nachfolgend „Verkäufer“ – und Kunden über den Online-Shop rollladen-werk.de oder über Fernkommunikationsmittel geschlossen werden.

Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

Gegenüber Unternehmern gelten abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden nur, wenn der Verkäufer ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt hat.

2. Warenangebot und Maßanfertigungen

Der Verkäufer vertreibt Systemware und Bauelemente aus den Bereichen Rollladen-, Sonnen-, Sicht-, Insekten- und Wetterschutz sowie Fenster, Antriebe, Zubehör und Ersatzteile. Zum Sortiment gehören sowohl lagerhaltige Standardartikel als auch Waren, die erst nach den individuellen Angaben des Kunden gefertigt oder beschafft werden.

Maßgefertigte Produkte können insbesondere nach Breite, Höhe, System, Profil, Farbe, Führung, Antrieb, Bedienseite und weiteren Ausstattungsmerkmalen konfiguriert werden. Maßgeblich für den geschuldeten Lieferumfang sind die Produktbeschreibung, die vom Kunden übermittelten und vor Abgabe der Bestellung angezeigten Konfigurationsdaten sowie eine gegebenenfalls anschließend übermittelte Auftragsbestätigung.

Der Verkäufer ist Händler hochwertiger Systemware. Hinweise auf Hersteller oder Marken kennzeichnen den jeweiligen Hersteller bzw. die Produktmarke und bedeuten nicht, dass der Verkäufer selbst Hersteller der Ware ist.

3. Bestellvorgang, Eingabekorrektur und Vertragsschluss

Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot des Verkäufers dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, eine Bestellung abzugeben.

Der Kunde legt die gewünschten Artikel in den Warenkorb. Vor Abgabe der Bestellung kann er die eingegebenen Daten und Konfigurationen prüfen und über die vorgesehenen Bedienfunktionen berichtigen. Mit Betätigung des abschließenden Bestellbuttons gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags über die im Warenkorb enthaltenen Waren ab.

Eine automatisch versandte Bestell- oder Eingangsbestätigung dokumentiert lediglich, dass die Bestellung eingegangen ist. Sie stellt noch keine Annahme des Angebots dar, sofern darin nicht ausdrücklich die Annahme erklärt wird.

Gerade bei Maßanfertigungen darf der Verkäufer die technische Umsetzbarkeit und Plausibilität der Konfiguration vor der Annahme prüfen. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Verkäufer das Angebot innerhalb von fünf Werktagen ausdrücklich durch eine Auftragsbestätigung annimmt oder die bestellte Ware versendet. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Annahme, ist der Kunde nicht mehr an sein Angebot gebunden. Bereits eingezogene Zahlungen werden bei einer Ablehnung unverzüglich erstattet.

Bei Bestellungen per E-Mail, Telefon, WhatsApp oder auf anderem individuellem Weg kommt der Vertrag durch die Annahme des vom Kunden abgegebenen Angebots oder durch die Annahme eines individuellen Angebots des Verkäufers zustande.

Die Vertragssprache ist Deutsch. Die Bestelldaten werden im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert. Registrierte Kunden können Bestelldaten in ihrem Kundenkonto einsehen. Darüber hinaus erhält der Kunde die wesentlichen Bestelldaten per E-Mail.

4. Technische Prüfung und Mitwirkung des Kunden

Eine technische oder kaufmännische Prüfung durch den Verkäufer dient der Plausibilitätskontrolle. Sie ersetzt keine Prüfung der baulichen Einbausituation vor Ort, sofern nicht ausdrücklich ein fachgerechtes Aufmaß durch den Verkäufer vereinbart wurde.

Der Kunde hat sämtliche von ihm angegebenen Maße, Farben, Bedienseiten, Einbauarten und sonstigen Konfigurationsmerkmale vor Abgabe der Bestellung sorgfältig zu kontrollieren. Er hat außerdem sicherzustellen, dass die bestellte Ware für den vorgesehenen Einbauort geeignet ist.

Beruht eine Abweichung oder fehlende Verwendbarkeit ausschließlich auf einer unzutreffenden Angabe des Kunden und war für den Verkäufer kein Fehler erkennbar, gelten die gesetzlichen Folgen. Die gesetzlichen Rechte des Kunden bei einem vom Verkäufer zu vertretenden Mangel bleiben unberührt. Bei einem ausdrücklich beauftragten Aufmaß durch den Verkäufer ist dieser für die von ihm ermittelten Maße nach den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich.

5. Preise und Zahlungsbedingungen

Alle im Online-Shop gegenüber Verbrauchern angegebenen Preise sind Gesamtpreise in Euro und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer. Zusätzlich anfallende Liefer- und Versandkosten werden im Angebot, im Warenkorb oder spätestens vor Abgabe der Bestellung gesondert angezeigt.

Dem Kunden stehen die im jeweiligen Bestellvorgang angezeigten Zahlungsarten zur Verfügung. Je nach technischer Verfügbarkeit können hierzu insbesondere PayPal, Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay gehören. Es besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Zahlungsart, wenn diese im konkreten Bestellvorgang nicht angeboten wird.

Die Zahlung wird entsprechend der im Bestellprozess ausgewählten Zahlungsart fällig und über den dort bezeichneten Zahlungsdienstleister abgewickelt. Es gelten ergänzend die Bedingungen des jeweiligen Zahlungsdienstleisters, soweit diese das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Zahlungsdienstleister betreffen.

6. Lieferung, Liefergebiet und Lieferzeiten

Die Lieferung erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse innerhalb der im Bestellvorgang auswählbaren Lieferländer. Die im Checkout verfügbare Länderauswahl ist für die unmittelbare Online-Bestellung maßgeblich. Lieferungen in nicht auswählbare Länder sind nur nach vorheriger individueller Vereinbarung möglich.

Die für das jeweilige Produkt geltende Lieferzeit wird auf der Produktseite, im Konfigurator oder im individuellen Angebot angegeben. Bei Maßanfertigungen beginnt die angegebene Lieferzeit grundsätzlich nach Vertragsschluss, vollständigem Zahlungseingang, soweit Vorkasse vereinbart ist, und abschließender Klärung aller technischen Einzelheiten.

Die Lieferung erfolgt abhängig von Größe und Beschaffenheit der Ware per Paketdienst, Spedition oder einem anderen geeigneten Transportdienstleister. Bei Speditionslieferungen erfolgt die Übergabe, sofern im Angebot nicht anders angegeben, frei Bordsteinkante an der angegebenen Lieferadresse. Der Kunde hat dafür zu sorgen, dass die Zufahrt und eine ordnungsgemäße Entladung möglich sind und eine empfangsberechtigte Person anwesend ist.

Teillieferungen sind zulässig, soweit sie dem Kunden zumutbar sind und dadurch keine zusätzlichen Versandkosten entstehen.

Ist eine Ware aus nicht vom Verkäufer zu vertretenden Gründen trotz eines ordnungsgemäßen Deckungsgeschäfts nicht verfügbar, wird der Verkäufer den Kunden unverzüglich informieren und bereits geleistete Zahlungen erstatten. Gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben unberührt.

7. Gefahrübergang und Transportschäden

Gegenüber Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Verschlechterung grundsätzlich erst mit Übergabe der Ware an den Verbraucher oder einen von ihm bestimmten Empfänger über.

Kunden werden gebeten, äußerlich erkennbare Transportschäden möglichst sofort beim Zusteller zu dokumentieren und den Verkäufer zu informieren. Das Unterlassen einer solchen Meldung hat keine Auswirkungen auf die gesetzlichen Mängelrechte des Verbrauchers.

8. Eigentumsvorbehalt

Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers.

Gegenüber Unternehmern behält sich der Verkäufer das Eigentum an der gelieferten Ware bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung vor.

9. Widerrufsrecht und Ausschluss bei Maßanfertigungen

Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung.

Das Widerrufsrecht besteht insbesondere nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind.

Dies betrifft insbesondere Rollläden, Raffstoren, Fenster, Insektenschutzsysteme, Pergolen und sonstige Bauelemente, soweit sie erst nach den vom Kunden festgelegten Maßen und Ausstattungsmerkmalen eigens gefertigt werden. Für lagerhaltige, nicht individuell angefertigte Standardartikel, Zubehör, Ersatzteile und Motoren bleibt das gesetzliche Widerrufsrecht bestehen.

Das gesetzliche Widerrufsrecht ist von den gesetzlichen Mängelrechten zu unterscheiden. Auch bei einer Maßanfertigung bleiben die Rechte des Kunden bei Mängeln, Falschlieferungen oder vom Verkäufer zu vertretenden Abweichungen vollständig erhalten.

10. Gesetzliche Mängelhaftung

Es gelten die gesetzlichen Mängelhaftungsrechte. Bei einem Mangel kann der Käufer nach den gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere Nacherfüllung verlangen und bei Vorliegen der weiteren gesetzlichen Voraussetzungen den Kaufpreis mindern, vom Vertrag zurücktreten oder Schadensersatz verlangen.

Die zum Zweck der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen werden nach den gesetzlichen Vorschriften getragen. Dies gilt bei den gesetzlichen Voraussetzungen auch für erforderliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Entfernen einer mangelhaften und dem Einbau oder Anbringen einer nachgebesserten oder mangelfreien Sache.

Zusätzliche Herstellergarantien bestehen nur, wenn sie beim jeweiligen Produkt ausdrücklich angegeben werden. Eine Herstellergarantie schränkt die gesetzlichen Mängelrechte gegenüber dem Verkäufer nicht ein.

11. Haftung

Der Verkäufer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, aus einer ausdrücklich übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Verkäufers.

12. Aufmaß-, Beratungs- und Montageanfragen

Die Auswahl oder Übermittlung einer Aufmaß-, Beratungs- oder Montageoption über den Online-Shop stellt zunächst lediglich eine unverbindliche Anfrage dar. Dadurch kommt noch kein Vertrag über eine Aufmaß-, Beratungs- oder Montageleistung zustande.

Nach Prüfung der Anfrage erhält der Kunde gegebenenfalls ein gesondertes Angebot mit Leistungsumfang, Preis, Ausführungsort und Termin. Ein Vertrag über diese Leistung kommt erst durch ausdrückliche Annahme dieses Angebots zustande. Für diesen gesonderten Vertrag gelten die darin angegebenen Bedingungen und die einschlägigen gesetzlichen Verbraucherinformationen.

Die regionale Verfügbarkeit von Aufmaß und Montage wird im Einzelfall geprüft und mit dem Kunden vereinbart.

13. Verbraucherstreitbeilegung

Der Verkäufer ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

14. Anwendbares Recht

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der durch zwingende Bestimmungen des Staates gewährt wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, gelten für den Gerichtsstand die gesetzlichen Regelungen; soweit eine Gerichtsstandsvereinbarung zulässig ist, ist der Geschäftssitz des Verkäufers Gerichtsstand.

15. Schlussbestimmungen

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

Stand: August 2026

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